Poltrona Frau. Finestre sul mondo.

Poltrona Frau. Fenster zur Welt.

In kalten Ländern sind die Fenster klein, damit möglichst wenig Wärme entweicht, aber sie besitzen breit ausgeschrägte Fensterlaibungen, um möglichst viel Licht herein zu lassen. Sie haben nicht einmal Fensterläden, weil die Sonne nicht so viel scheint, und die Menschen leben fast immer in der Dunkelheit. Wir brauchen Licht, um gut zu leben, und wir brauchen Licht, um gut zu schlafen! Im Süden gilt: je dicker die Wände, umso besser! Fenster können so heiß werden, wie Heizkörper. So bleiben die Fensterläden den ganzen Tag lang geschlossen und es sieht aus, als ob niemand zu Hause wäre. Aber wenn die Sonne untergeht, werden die Balkontüren aufgerissen und alle kommen heraus, um die kühle Abendluft zu genießen. Fenster können auch sehr groß sein, wie in den Niederlanden, wo sie vom Boden bis in den Himmel reichen, aber sich nicht vollständig öffnen lassen, denn das wäre unmöglich! Sie sind Theaterfenster, ohne Vorhänge, auf einer sich ständig verändernden Bühne. Sie haben dünne Rahmen, denn visuelle Grenzen werden nicht benötigt. In Russland sind die Fenster entzückend und amüsant. Fensterbänke, Türpfosten und Zargen sind wie vielfältige, bunte und dekorierte Bilderrahmen. Russische Fenster gewähren immer Einblicke auf Blumentöpfe, Spitzenvorhänge und Interieurs, verziert mit Tapeten und Wandteppichen. Iglus sind am besten ohne Fenster, und bei Schuppen sind sie oft windschief. New Yorks Wolkenkratzer haben nicht einmal Wände, sie bestehen gänzlich aus Fenstern, die aber immer geschlossen sind. Die Poltrona Frau Bühne ist voll von Fenstern, die den Blick nach außen und nach innen und zwischen den Räumen gewähren. Die Fenster trennen nicht, sondern sie vereinen Sofas, Betten, Sessel, Räume und Bücherregale und bringen sie miteinander in Beziehung. Das ist die Welt von Poltrona Frau
 
 
(Michele De Lucchi, 27. März 2015)
 
 
Salone del Mobile Rho Fiera, Halle 20, Stand D19 - E16
14/19. April 9:30/18:00  

 

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