Teppich Billie von Poltrona Frau, handgewebte Wolle mit geometrischen Mustern im italienischen Stil.

Billie | Teppiche

Max Huber

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€ 12.705

Billie ist durch ein strenges Muster gekennzeichnet, das beinahe konstruktivistisch anmutet und einen Großteil der Oberfläche einnimmt. Die Grafik ist scheinbar einfach und besteht aus wenigen Elementen, die in jedem einzelnen Detail extrem ausgewogen sind. Nur zwei Zeichen auf neutralem Untergrund: Eines in einem intensiven Rot, das aus einem Kreis und einer senkrechten Linie besteht, und eines in Anthrazitgrau, das aus zwei senkrechten Linien besteht. Das Ergebnis ist ein großes formales Gleichgewicht und eine starke visuelle Wirkung. Um den Originalentwurf und die ursprünglichen Proportionen einzuhalten, ist Billie nur in einer Größe – 250x350 cm – und in einer Farbvariante erhältlich. Vollendet wird der Teppich durch eine Einfassung an den vier Seiten, die aus Wolle gefertigt ist und vollständig von Hand genäht wird.

Billie wird zur Gänze von Hand auf Holzrahmen geknüpft und mit der tibetanischen Knüpftechnik gefertigt.  Er zeichnet sich durch eine stärkere Knotendichte aus, 70.000 pro m², um eine besonders kompakte und weiche Oberfläche zu erhalten. Billie besteht zu 50% aus Wolle und zu 50% aus Leinen, Naturfasern, die dem Teppich ein samtiges, leicht glänzendes Aussehen verleihen.
Er hat Hell-Dunkel-Effekte und eine unterschiedliche Farbwahrnehmung, die vom Blickwinkel abhängt, von dem aus man die Oberfläche ansieht.

Der Teppich Billie ist durch ein Lederetikett gekennzeichnet, das von Hand auf die Rückseite aufgenäht wird, auf dem die Marke Poltrona Frau eingeprägt ist. Auf der Rückseite des Teppichs sind zwei Stoffstreifen aufgenäht, damit sich die Ecken nicht umbiegen, auf denen die Unterschrift von Max Huber aufgestickt ist.

 

 

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Konzept und Design

Hundert Jahre nach der Geburt von Max Huber würdigt Poltrona Frau den berühmten Schweizer Grafiker und Künstler mit Billie und Dizzy. Diese Teppichkollektion wurde nach einer Selektion zweier unveröffentlichter Werke auf Papier aus dem Archiv angefertigt, die respektive aus dem Jahr 1936 und 1947 stammen. Die Proportionen und Dicken der Linien aus den Originalzeichnungen wurden nicht verändert, sondern ganz einfach an die Dimensionen der Teppiche angepasst.

Der Teppich Billie hat seinen Namen von Billie Holiday, einer der schönsten und melancholischsten Stimmen des Jazz zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine Hommage an ein Musikgenre, das der Künstler besonders liebte und das seine Arbeit beeinflusst hat. Im Laufe seiner Karriere verwirklichte Max Huber außer den berühmten Projekten für die Supermarktkette Esselunga, die Kaufhäuser La Rinascente und Coin, den italienischen Rundfunk RAI und das Unternehmen Montecatini zahlreiche Werke, die mit diesem Musikgenre verbunden sind, wie die Zeitschrift „Ritmo“ aus dem Jahr 1950 und „Jazztime“ aus dem Jahr 1952; das Deckblatt der Jazz-Enzyklopädie aus dem Jahr 1952, sowie das Plakat für das Festival in Chiasso „Jazz Chiasso weeks“ aus dem Jahr 1985.

max huber
Designer:
Max Huber

Max Huber wird 1919 in Baar (Kanton Zürich) geboren. Nach dem Gymnasium studiert er Grafik an der Kunstgewerbeschule Zürich, wo er den Unterricht bei Alfred Willimann mit besonderer Begeisterung verfolgt. In diesem Zeitraum lernt er zahlreiche schweizer Grafiker und Künstler kennen, darunter Werner Bischof, Emil Schulthess, Josef Müller-Brockmann, Carlo Vivarelli, Hans Falk, Hans Neuburg und Max Bill. Auf der Suche nach neuen Erfahrungen findet Max Huber 1940 Arbeit im angesehenen Grafikstudio von Antonio Boggeri in Mailand, wo er Bruno Munari, Luigi Veronesi und Albe Steiner kennenlernt. Erst nach einem Jahr kehrt er aufgrund der schwierigen politischen Situation in die Schweiz zurück.

In der Folge holt Max Bill ihn in die Allianz-Gruppe, den Verband der modernen Schweizer Künstler, die der „konkretistischen“ Strömung angehören, zu deren Mitgliedern unter anderem auch Hans Arp und Richard Paul Lohse zählen.

Im Oktober 1945 kehrt er nach Mailand zurück, und verwirklicht mit Albe Steiner das grafische Projekt für die 8. Triennale im Jahre 1947. In diesem Zusammenhang lernt er Giulio Einaudi kennen, der ihn mit der Betreuung der gesamten Grafik seines Verlagshauses beauftragt. Im gleichen Jahr entwirft er die grafische Aufmachung und den kleinen Katalog für die Ausstellung für abstrakte und konkrete Kunst, die Max Bill zusammen mit Lanfranco Bombelli Tiravanti kuratiert und die im angesehenen Ausstellungsgebäude im Palazzo Reale in Mailand organisiert wird. 1949 tritt er, ebenfalls in Mailand, der Bewegung für Konkrete Kunst bei, die im Jahr zuvor von Gillo Dorfles, Gianni Monnet, Bruno Munari und Atanasio Soldati ins Leben gerufen wurde, und beteiligt sich an der IV. Grafikmappe. Ab den fünfziger Jahren, hebt er sich auf dem Grafiksektor hervor. In diesem Zusammenhang soll auf den neuen Logotyp für die Kaufhäuser Rinascente und Coin, für die Marke Nava und die Supermarktkette Esselunga verwiesen werden, sowie auch auf die Ausstattung für die Showrooms von Omega und Flos in Mailand. Ebenfalls in diesen Jahren beginnt die intensive Zusammenarbeit mit den Architekten und Designern Achille und Pier Giacomo Castiglioni, mit denen er im Rahmen seines Archi-Grafik-Projekts zahlreiche Ausstattungen für den italienischen Rundfunk Rai, sowie für die Konzerne Eni und Montecatini (später Montedison) gestaltet. Die öffentlichen Anerkennungen stellen sich kurz darauf ein, und 1954 wird Max Huber dank des Entwurfs für ein „plastisches Gewebe“ mit dem italienischen Design-Preis „Compasso d’Oro“ ausgezeichnet. Nicht zu vergessen ist auch seine lange und kontinuierliche Lehrtätigkeit, die er 1947 in Mailand an der Scuola Rinascita begann, von 1959 bis 1962 bei der Scuola Umanitaria fortsetzte und in den 70er Jahren mit der Dozentur an der von Bruno Munari mit Nino Di Salvatore geleiteten Scuola Politecnica di Design wieder aufnahm. Von 1978 bis 1984 verlegte Max Huber seine Lehrerfahrung in die Schweiz, wo er am CSIA-Centro Scolastico Industrie Artistiche in Lugano Grafik unterrichtete. Er verstirbt am 16. November 1992. 

Bezüge und Finishlösungen

Maße
01 billie rug 5623888
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Billie ist ein Teppich, der einen Raum mit Klarheit und Entschlossenheit definiert, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. Sein präzises Design, inspiriert von der grafischen Welt von Max Huber, verwandelt die Oberfläche in ein architektonisches Element, das auf intelligente Weise mit Möbeln, Raumvolumen und Farben in Dialog tritt. Die Komposition auf neutralem Hintergrund, durchzogen von wenigen markanten und unverwechselbaren grafischen Zeichen, macht ihn besonders geeignet für Menschen, die einen Teppich mit starker visueller Identität suchen und gleichzeitig ein geordnetes, anspruchsvolles und stimmiges Ambiente bewahren möchten.

 

In einem zeitgenössischen Wohnzimmer fungiert Billie hervorragend als Mittelpunkt des Gesprächsbereichs. Seine großzügigen Proportionen ermöglichen eine klare visuelle Strukturierung des Raumes und schaffen Kontinuität zwischen Sofas, Sesseln und Couchtisch. Er ist die ideale Lösung für alle, die ihren Wohnbereich mit einem großformatigen, ausdrucksstarken Teppich gestalten möchten, insbesondere in Interieurs mit neutralen Farbpaletten, charaktervollen Materialien und sorgfältig ausgewählten Designobjekten. Der Kontrast zwischen dem zurückhaltenden Grundton und den roten sowie anthrazitfarbenen grafischen Akzenten verleiht dem Raum Dynamik und Rhythmus, ohne Unruhe zu erzeugen. Dadurch eignet er sich perfekt für Wohnkonzepte, bei denen Qualität wichtiger ist als Fülle.

 

Seine Wirkung entfaltet sich besonders eindrucksvoll in minimalistischen oder modernistischen Interieurs, in denen jedes Element eine klar definierte visuelle Funktion erfüllen muss. Billie eignet sich für Menschen, die einem reduzierten Raum eine künstlerische Note verleihen möchten, ohne dabei die Wahrnehmung von Klarheit und Strenge zu verlieren. In Umgebungen mit hellen Wänden, durchgängigen Bodenflächen, niedrigen Möbeln sowie Materialien wie Holz, Glas, lackiertem Metall oder Leder schafft der Teppich einen gezielten ästhetischen Spannungsmoment, der Charakter verleiht, ohne die kompositorische Reinheit des Raumes zu beeinträchtigen.

 

Auch im Essbereich, insbesondere in großzügigen Räumen oder sorgfältig gestalteten Open-Space-Konzepten, ist Billie eine äußerst interessante Wahl für alle, die einen markanten Teppich unter dem Esstisch suchen. Er wertet nicht nur den Tisch selbst auf, sondern unterstreicht das gesamte Raumvolumen. Seine ausgewogene grafische Gestaltung harmoniert hervorragend mit zeitgenössischen Tischen, gepolsterten Sitzmöbeln, architektonischer Beleuchtung und Interieurs, die ihre Persönlichkeit durch wenige, bewusst ausgewählte Elemente zum Ausdruck bringen.

 

Billie findet ebenso einen überzeugenden Platz in professionellen Studios, Chefetagenbüros oder kreativen Arbeitsumgebungen. Hier erfüllt er den Wunsch nach einem textilen Element, das visuelle Kultur, gestalterische Sensibilität und Autorität vermittelt. Es handelt sich nicht um einen dekorativen Teppich, der lediglich im Hintergrund bleibt; seine grafische Identität spricht von Liebe zum Detail, Wertschätzung für durchdachtes Design und einer tiefen Verbundenheit mit der Kunst und dem Design des 20. Jahrhunderts. Aus diesem Grund eignet er sich besonders für Fachleute, Kreative, Architekten, Sammler und Menschen, die einen repräsentativen, aber zugleich individuellen Arbeitsraum suchen.

 

Aus materieller Sicht sorgt die Kombination aus Wolle und Leinen für eine besonders interessante haptische und visuelle Qualität. Die von Hand in tibetischer Knüpftechnik gefertigte Oberfläche bietet eine weiche, leicht changierende Wirkung, deren Erscheinungsbild sich je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel verändert. Dadurch ist Billie ideal für alle, die einen natürlichen und handwerklich gefertigten Teppich suchen, der nicht nur schön anzusehen ist, sondern dem Raum auch Tiefe und sensorische Qualität verleiht. In Interieurs, in denen Leder, strukturierte Stoffe, matte Oberflächen und metallische Details miteinander kombiniert werden, vervollständigt Billie das Gestaltungskonzept mit einer kultivierten und ausgewogenen Präsenz.

 

Billie spricht zudem Menschen an, die international geprägte Wohnwelten schätzen, in denen italienisches Design, Einflüsse des Modernismus, grafische Kunst und ein Bewusstsein für Designgeschichte zusammenkommen. In solchen Umgebungen erfüllt er das Bedürfnis nach einem dekorativen Objekt mit kulturellem Wert – einem Objekt, das weit mehr ist als bloße Dekoration und eine klare gestalterische Geschichte erzählt. Sein beinahe künstlerischer Charakter macht ihn ideal für Räume, in denen ein Teppich nicht nur gewählt wird, um eine Fläche zu bedecken, sondern um aktiv zur Erzählung und Identität des Interieurs beizutragen.

 

Billie ist daher eine überzeugende Wahl für alle, die sich ein geordnetes, aber niemals austauschbares Interieur wünschen, für diejenigen, die einen Teppich suchen, der Räume mit grafischer Eleganz definiert, für Menschen, die einer neutralen Farbpalette einen zeitgenössischen Akzent verleihen möchten, sowie für alle, die Einrichtungselemente bevorzugen, die Handwerkskunst, Designkultur und starke Präsenz miteinander verbinden. Ob in einer privaten Residenz, einem professionellen Arbeitsumfeld oder einem anspruchsvollen Hospitality-Kontext – seine Gestaltung bleibt unverwechselbar und zugleich kontrolliert, sodass sie mit Präzision und Maß einen bleibenden Eindruck hinterlässt.